Was ist ein Investmentfonds?

Ein Fonds stellt das gemeinsame Vermögen von vielen, zumeist mehreren tausend Investoren dar. Jeder Anleger erwirbt dabei nach der Einzahlung des zu investierenden Betrages entsprechende Anteile am Gesamtvermögen. Diese Anteile verkörpern ein Miteigentumsrecht an sämtlichen Objekten des Fondsvermögens.

Die Verwaltung erfolgt von einem professionellen Fondsmanager, der die Veranlagung nach bestimmten, für jeden Fonds definierten Richtlinien vornimmt.

 

Welche Vorteile haben Fonds für den Privatanleger ?

Unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Risikostreuung ist es unerlässlich, das Anlagekapital auf unterschiedliche Titel bzw. Positionen zu verteilen. Je risikoreicher dabei die jeweilige Anlagekategorie ist, desto notwendiger wird es auch Sicherheitsgründen, den Diversifikationsgrad des Portfolios zu erhöhen. Fonds verwalten mitunter über 100 verschiedene Aktienpositionen.

Um als Privatanleger eine ähnliche Streuung zu erreichen , würde man zumindest Beträge von etwa 300.000.- DM benötigen. Zur Verwaltung des Fondsvermögenswerden qualifizierte Manager beschäftigt, die sich permanent mit Markt- und Börsenentwicklungen auseinandersetzen und bei Bedarf Umschichtungen – also Käufe und Verkäufe von Aktien und/ oder Renten – vornehmen. Der Anleger erspart sich mit dieser Veranlagung nicht nur sehr viel Zeit und Nerven, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit ,die von ihm angestrebten Renditen im Aktienmarkt zu erzielen.

 

Wie ist ein Fonds aufgebaut?

Für das reibungslose Funktionen eines Fonds sind drei Parteien zuständig, denen unterschiedliche Aufgaben zufallen. Die rechtliche Hülle des Fonds obliegt dabei in ihrer Gestaltung der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft( KAG ), die als Kreditinstitut eingestuft und durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen beaufsichtigt wird. Zumeist handelt es sich bei einer KAG um Tochterunternehmen von Banken oder Versicherungen. Zu den Aufgaben der KAG zählen z.B. die Erstellung von Verkaufsprospekten, Jahresberichten, die Auswahl und Kontrolle der Fondsmanager sowie die gesamte Fondsbuchhaltung. Die Eigentliche Verwaltung der Kundengelder erfolgt durch das Fondsmanagement, auch Advisor genannt, das entweder hausintern angestellt ist oder als externes, unabhängiges Unternehmen mit einem Beratungs- bzw. Managementmandat betraut ist. Als dritte Partei fungiert die Depotbank des Fonds, die i.a. für die Verwahrung des Fondsvermögens und die Berechnung der aktuellen Fondspreise zuständig ist.     

 

Wie sicher ist ein Fonds ?

Beim Thema Sicherheit sind grundsätzlich mehrere Punkte zu trennen: Einerseits das Kurs – und andererseits das Währungsrisiko. Als Anlageprodukt unterliegt ein Fonds demselben spezifischen Risikoprofil wie der jeweilige Markt, auf dem der Fonds operiert. Ein Anleger sollte sich daher von einem Kauf über die Anlagestrategie des entsprechenden6 Fonds informieren. Was drittens das Bonitätsrisiko der Fondsgesellschaft anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass alle in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen in – und ausländischen Fonds strengen gesetzlichen Bestimmungen unterliegen. Sollte eine KAG in Konkurs gehen, so ist das in den Fonds einbezahlte Kapital vom Vermögen der Gesellschaft getrennt (Sondervermögen ) und damit jederzeit rücklösbar. Fondsanteile können daher im Falle des Konkurses einer Bank, bei der das Fonds-Depot geführt wird, ungeachtet dessen jederzeit verkauft oder auf eine andere Bank übertragen werden.

 

Wie erfolgt die Abwicklung eines Fondskaufs ?

Bei einem Kauf über eine Bank benötigt man zur Einbuchung der Anteile ein Wertpapier – Depot, wofür laufend entsprechende Depotgebühren verrechnet werden. Wählt man hingegen eine Direktzeichnung bei der Fondsgesellschaft, so entfallen diese Gebühren zumeinst. In allen Fällen jedoch wird der Fonds erst mit Einlagen des Anlagebetrages gekauft, die Anteile werden einige Tage später auf dem Konto gutgeschrieben.

 

Kann man alle Fonds kaufen ?

Nicht alle der weltweit aufgelegten Fonds sind für Privatinvestoren vorgesehen. So gibt es eine Vielzahl an Spezialfonds, die ausschließlich für institutionelle Anleger aufgelegt wurden. Darüber hinaus existieren aber auch Fonds für Privatpersonen, die bis auf weiteres für neue Anleger geschlossen sind. Manche Fonds wiederum haben so hohe Mindestanlagebeträge, dass private Anleger kaum in diese Produkte investieren können.

 

Welche Arten von Fonds gibt es ?

Fonds können prinzipiell zu jedem denkbaren Investmentthema wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Termingeschäfte gezeichnet werden. Im Aktienbereich beispielsweise unterscheidet man grundsätzlich zwischen international oder länderspezifisch veranlagenden Fonds. Wird dabei vornehmlich in hochkapitalisierte Standartwerte investiert, handelt es sich um einen Blue Chip-Fonds. Veranlagt der Fonds dagegen in niedriger kapitalisierte Aktien, spricht Aktien, spricht man von einem Nebenwerte – oder Small Cap – Fonds. Darüberhinaus können Fonds in Branchen wie Technologie, Pharma oder Ökologie investieren. Neuster trend ist die Trennung von Fonds nach dem zugrunde liegenden Investmentstil. Dabei kann zwischen wachstumsorientierten Growth-und substanzwertorientierten Value- Fonds unterschieden werden.

 

Welche Bedeutung hat das Alter eines Fonds ?

Der sogenannte Track-Record zeigt die Wertentwicklung eines Fonds seit seiner Auflage. Aus den historischen Zahlen lässt sich ein durchaus aussagekräftiges Bild über die Qualität des Fonds ableiten. Je länger er existiert, umso leichter kann man Vergleiche mit dem jeweiligen Referenzindex oder mit Produkten der Konkurrenz anstellen. Sofern über den Manager nicht viel bekannt ist, sollte man zumindest auf einen Track – Record von ein bis zwei Jahren zurückblicken können.

 

Welche Fonds eignen sich am besten für einen langfristigen Vermögensaufbau ?

Auch wenn die Schwankungen von Aktienfonds größer sind als jene von Immobilien – und Renten6fonds, so erbringen Aktienfonds längerfristig den höheren Ertrag. Dies gilt ganz besonders dann, wenn über einen Sparplan durch das laufende Zuführen von neuem Kapital der sogenannte Durchschnittskosten ( Cost-Average ) Effekt wirksam wir, welcher die Schwankungen des Aktienfonds reduziert.

 

Welche Fonds eignen sich am besten für einen langfristigen Vermögensaufbau ?

Auch wenn die Schwankungen von Aktienfonds größer sind als jene von Immobilien – und Renten6fonds, so erbringen Aktienfonds längerfristig den höheren Ertrag. Dies gilt ganz besonders dann, wenn über einen Sparplan durch das laufende Zuführen von neuem Kapital der sogenannte Durchschnittskosten ( Cost-Average ) Effekt wirksam wir, welcher die Schwankungen des Aktienfonds reduziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bild: Ernst Rose bei www.pixelio.de